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My last blog post about the nonexistence of the social enterprise provoked the question about the main purpose of social business solutions: If Social Business is a tool, is there a wider strategic context where this tool fits in? To answer this question we would need a holistic model that describes the goals and fundamental concept of an enterprise and could then look for links between this model and capabilities of the social business approach. I will use here the EFQM Excellence model.

The EFQM Model…

…is a comprehensive management framework used by over 30 000 organisations in Europe and it continues to spread also into many other regions, e.g. the middle east. EFQM, formerly known as the European Foundation for Quality Management, goes back more than 20 years ago, when 14 CEOs joined forces in 1988 to develop a Management tool that would increase the competitiveness of European organisations. The model gets reviewed every three years to include learning’s and react to new challenges. It consists of three main parts: Weiterlesen…

Gibt es eine Vision über dem Social Business Ansatz, die unternehmensweite Gültigkeit hat? Eine immer häufigere Antworten auf diese Frage, ist  “Wir sind auf dem Weg zu einem Social Enterprise.” Es liegt nahe, auf der Suche nach einer größeren Vision für ein noch begrenztes Thema das beschreibende Adjektiv (Social) konstant zu lassen und einfach nur den Kontext zu vergrößern (Enterprise).  Das läuft im konkreten Fall aber schief und  diese Schieflage hat verschiedene  Ursachen. Da ist zunächst der Begriff an sich.

Der Begriff selbst ist problematisch

“Social Enterprise” bezieht sich eigentlich auf Unternehmen, die den sozialen Aspekt ihres Wirken als oberste Priorität einstufen:

“A social enterprise is an organization that applies commercial strategies to maximize improvements in human and environmental well-being, rather than maximising profits for external shareholders.”

“Many commercial enterprises would consider themselves to have social objectives, but commitment to these objectives is motivated by the perception that such commitment will ultimately make the enterprise more financially valuable. Social enterprises differ in that, inversely, they do not aim to offer any benefit to their investors, except where they believe that doing so will ultimately further their capacity to realize their social and environmental goals.” Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Social_enterprise

social enterprise

Das geschützte Markenzeichen der “Social Enterprise” Kampagne.

Es gibt mittlerweile eine geschützte Marke und Zertifizierung für Social Enterprises. Die zugehörige Organisation hat übrigens auch die “Not In Our Name“-Kampagne gegen Salesforce initiert, als Salesforce den Begriff für die weltweite Vermarktung seiner CRM und Social Business Suite Chatter benutzen wollte. Salesforce hat inzwischen nachgegeben, aber das Mißtrauen gehen die Technologiebranche bleibt:

“Other tech companies are using the term to describe non-social enterprises and they too must declare their intentions to desist, following the lead of Salesforce.”

Sollten nur markenrechtliche Problemen diesem sonst so treffenden Begriff für eine unternehmensweite Nutzung von Social Business Lösungen im Weg stehen? Nein, denn auch inhaltlich stimmt diese Vision nicht.

Social Business ist kein Selbstzweck und damit auch kein übergeordnetes Ziel Weiterlesen…

Die Enterprise 2.0 Bewegung musste sich hier bei besser20 ja schon mit der „Kuh im Propeller“ vergleichen lassen. Mir ist diese Woche im Rahmen des Enterprise 2.0 Summits in Paris ein auf den ersten Blick ähnlich abwegiger, aber auf den zweiten Blick ähnlich treffender Vergleich bewusst geworden:

Der Eiffelturm und Social Business haben mehr gemeinsam als man denkt.

Sollte ich den sehr gelungenen Enterprise 2.0 Summit auf einen Nenner bringen, dann wäre es „Desillusionierung“.  Das ist keine schlechte Nachricht, sondern nur ein Zeichen, dass Social Business ernst genommen wird. Viele Unternehmen reden nicht mehr nur darüber, sondern probieren es aus. Dion Hichcliffe dazu in einem Interview zur Konferenz:

After talking about social technology at work for so many years, it’s now actually happening in many organizations. Thus many of us are now grappling with the challenges and realities of broad usage. The heightened expectations as well as the hyperbole that’s often accompanied E20/Social Business over the years has set a high bar for us.

Sehr auffallend und aus deutscher Sicht sehr erfreulich, sind die vielen Beispiele deutscher Unternehmen wie Continental, DP DHL, Telekom oder BASF, die sich dem Thema sehr zielgerichtet und sehr strategisch nähern. In den meisten Fällen sind erste Meilensteine erreicht – eine Plattform ist etabliert, einige erfolgreiche Anwendungsfälle laufen, Management und Betriebstrat werden aktiv eingebunden oder treiben selbst mit. Die großen nächsten Schritte sind vor allem Integrationsfragen. Integration in bestehende (Geschäfts)Prozesse und die weitere technische Integration in den virtuellen Arbeitsplatz der Mitarbeiter.

Was war noch bemerkenswert? Im Zusammenhang mit einer Social Business Strategie wird immer mehr vom „Social Enterprise“ als übergreifender Vision gesprochen. Ich bin mit dieser Vision nicht glücklich, weil sie missverständlich ist und zu falschen Prioritäten führen kann. Das Thema bekommt aber in den nächsten Tagen einen eigenen Artikel hier bei besser20.

Zurück zum Eiffelturm. Der hatte es am Anfang seiner Existenz auch nicht leicht. Als Zentrum der Weltausstellung 1889 fertig gestellt, fanden die Pariser Bürger Ihn anfangs scheußlich. 20 Jahre später – 1909 wurde ernsthaft überlegt, den Eiffelturm wieder abzureißen. Nur seine gute Eignung als Sendemast für die gerade aufkommende Funktelegrafie rettete den 300m hohenTurm. Heute ist er das ultimative Wahrzeichen mit 7 Millionen Besuchern im Jahr und heiß geliebt von den Parisern. Mutige Ideen brauchen manchmal eben etwas Zeit.

Seit Yahoo wieder im Fokus: die Vor- und Nachteile von Heimarbeit. Die Infografik von CMS Wire bringt das schön auf den Punkt und stellt auch noch Lösungen zusammen. Es ist einfach ersichtlich, dass die Maßnahmen nur wirken, wenn Teams und Arbeitsaufgaben klar sind. In großen Umbruchsituationen kann ausgeprägte Heimarbeit nicht das Mittel der Wahl sein.

WorkFromHome

Mein Impulsvortrag zum Panel Social Collaboration auf der Webciety gestern. Wie vielfach versprochen, hier die Folien mit einigen zusätzlichen Kommentaren zum besseren Verständnis.

Vor zwei Tagen hat Yahoo-Chefin Marissa Mayer ihren Mitarbeitern das Home Office gestrichen und erwartet ab Juni Anwesenheit in den Yahoo Büros:

“To become the absolute best place to work, communication and collaboration will be important, so we need to be working side-by-side. That is why it is critical that we are all present in our offices. Some of the best decisions and insights come from hallway and cafeteria discussions, meeting new people, and impromptu team meetings. Speed and quality are often sacrificed when we work from home. We need to be one Yahoo!, and that starts with physically being together.” (Den kompletten Wortlaut gibt es hier.)

Seitdem kocht die Diskussion über Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme und die möglichen Hintergründe dieser Entscheidung. Das reicht von einer verdeckten Entlassungswelle kombiniert mit einem Loyalitätstest bis hin zur Grundsatzdiskussion, ob ein Mitarbeiter im Home Office effektiver ist oder nicht. Ich sehe hier noch eine andere Perspektive, die ich im Folgenden kurz darstellen will.

Im Jahr 2000 haben Martha Maznevski und Katherine Chudoba eine Studie mit dem Titel “Bridging Space Over Time: Global Virtual Team Dynamics and Effectiveness” veröffentlicht. Darin untersuchen sie Einflussfaktoren auf die Effektivität verteilter Teams. Als zentraler Faktor stellt sich dabei die Regelmäßigkeit von Interaktionen und Kommunikationsanlässen dar. Ein wiederkehrender Rhythmus von Absprachen, Statusmeldungen, virtuellen Meetings und Treffen in der realen Welt, ermöglicht verteilten Teams besser und effektiver miteinander zu arbeiten.

rythm

Es ist nicht leicht, einen solchen Rhythmus in einem Team zu etablieren. Wie oft und in welcher Runde ist eine Abstimmung nötig? Welche Themen können besprochen werden? Wann haben alle zuverlässig Zeit, ohne ständig Termine verschieben zu müssen? Wann können außerplanmässige Themen und Idee besprochen werden? Wie oft muss man sich direkt sehen, um eine persönliche Beziehung pflegen zu können?

Für einen solchen Rhythmus braucht es Zeit, relativ stabile Strukturen und definierte Aufgaben. Ein Unternehmen im Umbruch, wie Yahoo es aktuell und von außen betrachtet ist, wird allergrößte Probleme haben, einen stabilen Interaktionsrhythmus für seine vielen virtuellen Teams zu finden. Das werden Bereiche neu gemischt, Aufgaben neu verteilt, Führungskräfte gewechselt und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand gestellt. Schwere Zeiten für einen Rhythmus und konsequenterweise auch schwere Zeiten für eine effektive virtuelle Interaktion.

Aus dieser Sicht kann man Marissa Mayer zu Ihrer mutigen Entscheidung nur beglückwünschen.

Wissen ist ein zentraler Erfolgsfaktor und damit auch ein wichtiger Standortvorteil – darin sind sich alle einig. Entscheidend ist die Frage, welche Strukturen zu besserem Wissen führen. Nach dem Motto „Wissen vermehrt sich, wenn es geteilt wird”, identifiziert die  Initiative Exzellente Wissensorganisation Unternehmen, die für sich einen eigenen und spannenden Weg gefunden haben, mit Ihrem Wissen umzugehen.

exzellent

Einmal im Jahr werden deshalb branchenübergreifend die besten Ideen und ihre Umsetzung ausgezeichnet. Die Bewerbungsphase für das nächste Jahr läuft aktuell – Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2012. Ausführliche Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmevoraussetzungen sind hier zu finden.

Ein kurzfristiger Hinweis auf ein Webinar morgen um 11 Uhr zum Thema Social Intranets. Ich werde vor allem über diese drei Punkte sprechen:

  • Warum sind Social Intranets spannend und was ist der Nutzen?
  • Die drei wichtigsten Anwendungsfälle.
  • Was ist bei der technischen Umsetzung zu beachten?

Wer kurzfristig noch die 45 Minuten Zeit findet, ist herzlich eingeladen, sich hier anzumelden: http://bit.ly/TfkGTF

Social Intranets – das Beste aus zwei Welten, Mittwoch, 7.11.2012, 11:00

Vor über einem Jahr habe ich meine Zusammenfassung der Enterprise 2.0 Konferenz in Boston hier im Blog mit „Aus Enterprise 2.0 wird Social Business“ zusammengefasst. Die Branche will weg aus der vermeintlichen Spielecke, hin zum wirklichen Geschäft. Der Begriff „Social Business“ scheint aber nicht der Endpunkt dieser Bewegung zu sein, so zumindest der übermächtige Eindruck der Vorträge und Diskussionen auf der Jiveworld 2012. Diese Konferenz ist insofern von besonderem Interesse, weil Jive sich neben Microsoft SharePoint und IBM Connections als einer der ganz wenigen spezialisierten Anbieter von interner Social Business Software behauptet und seine weitere Existenz naturgemäß durch fortlaufende Innovationen und ein gutes Gespür für den Markt sicherstellen muss.

Jive hat den Begriff Social Business Suite erfunden und ist jetzt dabei, „Social“ mehr und mehr aus seinem Wortschatz zu verbannen. „We (as an industry) have gotten slightly off the track.“ sagt CEO Tony Zingale in seiner Keynote und meint damit zum Beispiel die Umschreibung von Social Business durch „Facebook for the Business“. Ein einzelner neuer Begriff für “Social Business” ist nicht in Sicht – Jive spricht von “Getting work done“. Konsequent dann die Umsetzung dieses Claims während der Konferenz, in der zu 90% Jive Kunden zu Wort kamen, und über Ihre Erfahrungen, Anwendungsfälle und Ihren Nutzen gesprochen haben. Jive hat diese Kundenerfahrungen in einem Handout mit dem Titel „Business Value – 32 ways customers use Jive to change how work gets done“ zusammengefasst. Weiterlesen…

Als E-Mail würde ich mich ungerecht behandelt fühlen. Seit fast 20 Jahren ist die elektronische Post als Fundament von Wissensarbeit weltweit flächendeckend im Einsatz und laut Wikipedia noch vor dem World Wide Web der meistgenutzte Dienst des Internets. Keiner kann sich heute mehr vorstellen, wie man einen normalen (Büro-)Arbeitstag ohne E-Mail bewältigen könnte. Aber statt Dankbarkeit schlägt ihr vor allem Feindseligkeit entgegen, denn Sie ist zum Inbegriff von Informationsüberlastung geworden. Der Spiegel titelt “E-Mails? Nein Danke!” und spricht von einer Brückentechnologie, die wir nur noch wenige Jahre ertragen müssen, denn die weit überlegenen Alternativen sind ja schon in Sichtweite.

Kein Wunder, dass ein immer wieder gern benutztes und gern gehörtes Argument für Social Collaboration Lösungen, die zu erwartende deutliche Reduktion des E-Mail Aufkommens ist. Einige gehen sogar noch weiter und streben den kompletten Ausstieg aus der E-Mail Kommunikation in den nächsten drei Jahren an.

Der Tod der E-Mail steht also kurz bevor? Ich denke nein. Hier sind meine Gründe: Weiterlesen…