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Es lebe die Kommunikation mit sozialen Tools! Damit schaffen wir Netzwerke im Unternehmen. Damit machen wir Netzwerke sichtbar und befördern sie! Schöne neue Welt! …. –  Kennen Sie noch die Erwartungen und Ernüchterungen des Wissensmanagement Hypes? Gib Tools und erfreu dich am Wissensaustausch. Hat leider auch nicht funktioniert. Doch wenn mein bunt gemischtes, verteiltes Team gemeinsam am neuen Fachkonzept schreibt, sind wir mit sozialer Software wirklich schneller und besser koordiniert. Was also ist das Problem?

Unterscheiden wir zunächst soziale Gruppen im Unternehmen: Einerseits gibt es das Team, die Gruppe die zusammen eine Aufgabe erfüllt. Teammitglieder sind untereinander bekannt und mehr oder weniger vertraut. Granovetter spricht von „strong ties“, von starken Verbindungen zwischen den Personen. Andererseits existiert ein großes Netzwerk z.B. der fachlichen Kontakte zu einem bestimmten Thema. Ein Teil der Personen ist auch hier untereinander bekannt und vertraut, doch andere Gruppenmitglieder kennen sich nicht oder nur recht oberflächlich. Nach Granovetter bezeichnen wir diese schwachen Bekanntschaften als „weak ties“ im Netzwerk. Anderson und Dron diskutieren eine dritte Form von Vernetzung: das Kollektiv, im Folgenden als der Schwarm bezeichnet. Während eine Person im Team und im Netzwerk kommunizieren und handeln muss, um sichtbar zu sein, entsteht ein Schwarm automatisch durch die Aggregation der Aktionen vieler Individuen. Grafik 1 verdeutlicht die drei Formen der Vernetzung, die im Folgenden bewusst unterschieden werden sollen, da sie sehr unterschiedlich funktionieren und damit auch unterschiedliche Arbeitsmittel brauchen.Vernetzung im Unternehmen Weiterlesen…

Neulich auf einer Konferenz wurde ich nach der Wahrheit befragt. Stimmt das, was Sie sagen? Wie vermeiden Sie Fehler, die in Ihrem Intranet stehen? Wie viel Wahrheit steckt in den Meinungen, die im Mitarbeiterforum diskutiert werden?

Nun bin ich weder Mathematiker noch Physiker und referiere eher über meine Erfahrungen mit neuen Webtools und die Akzeptanz von offener Kommunikation im Unternehmen als über beweisbare Theoreme. Gibt es da die absolute Wahrheit? Ist es die wahre Information, die ich in meinen Onlinesystemen suche?

Betrachten wir zuerst das uns alltäglich umgebende Informationsdilemma: Im Mitmachweb, in dem jeder seine Meinung publizieren kann, findet sich zu fast jedem Thema These und Antithese. Wirkt Homöopathie? Ja, erklärt ein Homöopathen-Verband mit dem Verweis auf individuelle erfolgreiche Heilbehandlungen. Nein, demonstrieren britische Gegner lautstark, die nach wissenschaftlichen Beweisen fragen. Anders als in Grundschultagen ist es also oft schwieriger eine eindeutig richtige Information zu finden mit Hilfe eines Lehrers, der früher als letzte Instanz zur klaren Beantwortung aller Fragen bereitstand. Dafür existiert im Web nun ein neues Phänomen, das bei der Suche nach Antworten weiterhilft: Die Weisheit der Massen. Die kollektive Intelligenz. Die durchschnittliche Meinung, die oft besser ist als ihr Ruf, zum Beispiel wenn sie das Gewicht eines Ochsen schätzen soll. Oder der exklusive Zugang zu einem Experten, der mich und meine Frage in der alten realen Welt nie gefunden hätte. Doch halt: die Gesetze des Internet gelten nur bedingt im Intranet, wie ja schon der Wikipedia-Irrtum zeigte.

Was also sind die Antworten auf der Suche nach der Wahrheit im Intranet? Weiterlesen…

Soziale Software und 2.0 Prinzipien verändern unsere Kommunikation. Printmedien und Verlage gelten als besonders fragil, wenn es um Prüfstand und Zukunftsfähigkeit des aktuellen Geschäftsmodells geht. Erinnern wir uns doch noch die Vision aus EPIC2015, nach der klassische, gedruckte Zeitungen nur noch ein Privileg vereinzelter Elite sein werden. Unsere Kollegen von den Zeitungsperspektiven Thomas, Olga und Christopher beschäftigen sich mit aktuellen Trends in diesem Spannungsfeld. Ein kleiner Einblick dazu hier: Weiterlesen…

Mobile Barcamp in Dresden, Microsoft Summit in Köln, Sharepoint Convention in Düsseldorf… Diese Woche bin ich mit unserem Microsoft Surface unterwegs und will zeigen, wie das Multimedia Gerät im Table-Format unseren Umgang mit IT verändern kann. Wir haben schon schicke Applikationen dafür entwickelt, siehe hier.

Das Gerät wird zunächst vor allem in der Kundenkommunikation eingesetzt - zur Präsentation und Konfiguration hochwertiger Waren und Services. Doch welche Rolle spielt das überdimensionale Touch-Gerät am Arbeitsplatz im Enterprise 2.0? Wir erkennen den Trend, dass das mobile Web immer umfassender wird und mehr Knoten einschliesst, dass unser Zugang zum Web immer intutitver und die Geräte immer kleiner (also “hosentaschen-kompatibler”) werden. Aber wir wollen zusammenarbeiten und die Ideen verschiedener Köpfe zusammenbringen, und dann brauchen wir da auch feste, stationäre Punkte, wo wir einerseits mobile Zugänge zusammenbringen und andererseits richtig real diskutieren und technisch unterstützt zusammenarbeiten können. Dort müsste dann der Surface stehen. Kennen wir eigentlich schon: Der Photonentorpedo konnte auch überall im Raumschiff Enterprise konfiguriert werden.

In meiner Präsentation von der Sharepoint Convention gibt es ein paar mehr Ideen dazu und auch noch ein paar Links auf die aktuellen Fragen, die wir auf dem Weg zum Enterprise 2.0 diskutieren. Die Slides dazu gibt es hier:

[slideshare id=1331995&doc=090420sharepointconv-090423080158-phpapp02]

Am 12. Februar 2009 fand in Köln das Enterprise 2.0 Forum statt.  Unser Kollege Dr. Frank Schönefeld hielt dort einen Vortrag zum Thema Enterprise 2.0, dessen Mythen und realen Wertversprechen. Als Einstieg werden die gängigen Vorurteile und (überspitzten) Erwartungen thematisiert. Dann zeigt er sehr schön 6 konkrete Geschäftsszenarien, die Ansatzpunkte für veränderte Prozesse und Einsparpotentiale im Unternehmen liefern:

  • Effiziente Meeting Organisation
  • Verbesserte Geschäftsprozesse
  • Integriertes Wissensmanagement
  • Einbeziehung externer Stakeholder
  • Standardisierung von Zusammenarbeit
  • Talentmagnet und Motivator

Damit wird das Konstrukt “Enterprise 2.0″ greifbarer. Dieser Blick hinter die Kulissen sollte auch bei der Wirtschaftlichkeitsdiskussion helfen: Wenig sinnvoll ist, über Enterprise 2.0 zu philosophieren, sondern fassbare Einsatzfelder und praktische Anwendungsfälle sind in die Realität zu übersetzen.

Der Vortrag ist jetzt auf Slideshare verfügbar. Anschauen lohnt sich …

[slideshare id=1196268&doc=demystifyingvpe20finalfinal-090325094023-phpapp02]

Enterprise 2.0 Architektur

Simone Happ —  13. November 2008 — 6 Comments

Um technisch das „Enterprise 2.0“ zu beschreiben, haben wir das SLATES Prinzip von McAffee oder das erweiterte FLATNESSES Prinzip von Hinchcliff im Kopf. Die Begriffe sind hilfreich, um die Grundprinzpien der Informationsarchitektur zu verstehen. Bei der praktischen Anwendung und Einführung stellt sich die Frage, wie die Prinizipien in die klassische Denkwelt der Unternehmens-IT passen. Folgende Grafik soll dazu Antworten liefern.

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Wenn doch all die Akteure auf Video- und Fotoplattformen, in MySpace oder Facebook Spaß haben, aktiv zu sein, warum hat dann ein kompletter Online-Lernkurs noch immer den Charme muffiger Büroluft? Was fehlt, damit E-Learning 2.0 in betrieblicher Weiterbildung ankommt?

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