Archives For September 2010

Web 2.0 Ansätze im Unternehmen werden nun schon seit einigen Jahren diskutiert, ausprobiert und zunehmend systematisch genutzt. Deshalb ist neben der Frage – “Wie geht es weiter?” – auch ein Blick zurück sehr lohnend, denn wir haben einiges gelernt. Ich habe zu diesem Thema in den letzten Wochen unter anderem auf der Synergie-Fachtagung in Oestrich-Winkel und auf dem Kommunikationskongress in Berlin gesprochen und möchte hier gern meine Präsentation teilen.

Eines der zentralen Themen der Präsentation: Gerade für Kommunikatoren sollte die Rolle des Intranets im Mittelpunkt stehen und die Frage, wie man die  fast immer vorhandenen, aber oft unabhängig aufgebauten Web 2.0 Anwendungen besser daran anbinden kann. Intranets und Web 2.0 Anwendungen sind in vielen Fällen sehr getrennt betrachtet worden, haben oft verschiedene organisatorische Zuordnungen und stehen bei vielen Inhalten eher in Konkurrenz zueinander. Eigentlich schade, denn beide können viel für einander tun…

Kürzlich hat die Süddeutsche Zeitung einen Artikel von Cyber-Visionär Douglas Rushkoff veröffentlicht: „Programm werden oder programmiert werden“. Er plädiert darin, endlich über die Folgen der Digitalisierung für Zukunft unseres Denkens zu diskutieren. Eine Aussage im Artikel finde ich besonders bemerkenswert:

Anstatt eine Person oder Gruppe zu bewundern, die dazu in der Lage ist, in einer neuen Weise zu kommunizieren, neigen wir dazu, die Werkzeuge zu bewundern, durch deren Einsatz dies geschieht. Wir feiern nicht die menschlichen Stars den Mediums, so wie wir die Stars des Rundfunks, des Films oder des Fernsehens anhimmeln. Stattdessen faszinieren uns die Bildschirme und Touchpads selbst. Anstatt den Erwerb neuer Fähigkeiten im Auge zu haben, erheben wir neue Spielzeuge zum Fetisch.

Ist der eigentliche Star nicht Facebook, sondern die Studenten der Harvard Universität, die ab 2004 innerhalb kürzester Zeit völlig neue Wege der Kommunikation (aus Basis der Facebook Plattform) für sich erschlossen haben? Viele Anwendungen, die wir unter dem Begriff Social Media zusammenfassen, sind technologisch höchst trivial (Twitter…), die eigentliche Innovation findet bei den Nutzern statt. Kommunikationsinnovationen entstehen nicht in abgeschotteten Laboren, sondern passieren genau dann, wenn die richtige Plattform/Idee/Technologie auf die richtigen Menschen und ihre Neugier und Experimentierfreudigkeit trifft.

Schwierige Zeiten für deutsche Erfinder

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Im vergangenen Jahr habe wir die Social Software Matrix gestartet. Jetzt haben wir die Social Software Matrix um einen weiteren Bereich erweitert. Der Bereich der “Rising Vendors” ermöglicht es allen Toolanbietern ihr Produkt vorzustellen. Die Vorstellung der einzelnen Anbieter und deren Produkt erfolgt in den bekannten Kategorien der Social Software Matrix.

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