‘Don’t fuck the customer’ – Atlassian Summit 09

Frank Wolf —  2. Juni 2009 — Kommentieren

Der erste Teil der Überschrift ist einer der 5 Unternehmenswerte von Atlassian, und genau so wird er auch kommuniziert. Schon daran merkt man, dass Atlassian vor 7 Jahren aufgebrochen ist, um bei der Entwicklung von Software in vielerlei Hinsicht neue Wege zu beschreiten. Der Summit ist die erste weltweite Veranstaltung dieser Art für die Australier, die mit mittlerweile 8 Produkten (allen voran die beiden Flagschiffe Confluence als Enterprise Wiki und Jira als Issue Tracker) und 15.000 Kunden zu einer festen Größe im Bereich Collaboration und SW-Development geworden sind.

Mit-Gründer Mike Cannon-Brookes  hat dann auf seiner Keynote auch eine ganze Reihe von Neuheiten hervorzaubern können – allen voran Confluence 3.0 das ab heute zu haben ist. Es kommt mit vielen Verbesserungen und neuen Features – im folgenden die aus meiner Sicht spannendsten Punkte:

  • Macro Browser – auch weniger erfahrene Nutzer können nun in Wiki Seiten ganz einfach alle verfügbaren Makros einzubinden und konfigurieren
  • Networks – man kann anderen Nutzern folgen und deren Aktivitäten monitoren
  • Microblogging – Status Update Fuktion, die von überall aus aufgerufen werden kann, 140 Zeichen erlaubt und auch Links beinhalten kann
  • Confluence App für das iPhone – http://www.miniconfluence.com/
  • Komplett überarbeitete pdf Export Funktion – Exporte können mittels CSS auf Space Level vollkommen individuell angepasst werden
  • Rich Text Editor – neben anderen Funktionen wurde hier vor allem das Handling von Tabellen sehr erleichtert. Viele Funktionen sind jetzt einfach im Kontext Menü abrufbar und Copy/Paste ist jetzt möglich.
  • Performance – bis zu 100% Verbesserung bei Clustern, bis zu 50% schneller bei normalen Installationen. Weitere Verbesserungen sollen auch in den Releases 3.1 und 3.2 kommen.

Ausblick: Die nächsten großen Themen sind Gadgets auf Basis von Open Social und Dashboards. Jira 4.0 zeigt schon heute wie das aussehen kann – einzelne Gadgets können per Drag und Drop auf dem Dashboard beliebig angeordnet werden. Apropos Drag&Drop: Es gab sogar Szenenapplaus für ein Firefox Plugin, mit dem man Dokumente einfach vom Explorer oder Desktop in eine Wiki Seite ziehen kann – Veröffentlichung in den nächsten Wochen.

Alles in allem vielversprechend, auch unter dem Eindruck des Vortrags von Tim Colson von Cisco, der eindrucksvoll zeigt, wie man mit Confluence auch eine Installation mit 70.000 Nutzern und 250.000 Seiten performant betreiben kann. Bin gespannt auf den 2. Tag!

Frank Wolf

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Keine Kommentare zu ‘Don’t fuck the customer’ – Atlassian Summit 09

  1. ich mag diese einfachen Unternehmenswerte, bei deutschen Unternehmen klingt das immer so gewollt. Davon abgesehen bin ich auf das Testen der Version3 gespannt, klingt nach schicken Neuerungen. Viel Spaß noch weiter!

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