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Als E-Mail würde ich mich ungerecht behandelt fühlen. Seit fast 20 Jahren ist die elektronische Post als Fundament von Wissensarbeit weltweit flächendeckend im Einsatz und laut Wikipedia noch vor dem World Wide Web der meistgenutzte Dienst des Internets. Keiner kann sich heute mehr vorstellen, wie man einen normalen (Büro-)Arbeitstag ohne E-Mail bewältigen könnte. Aber statt Dankbarkeit schlägt ihr vor allem Feindseligkeit entgegen, denn Sie ist zum Inbegriff von Informationsüberlastung geworden. Der Spiegel titelt “E-Mails? Nein Danke!” und spricht von einer Brückentechnologie, die wir nur noch wenige Jahre ertragen müssen, denn die weit überlegenen Alternativen sind ja schon in Sichtweite.

Kein Wunder, dass ein immer wieder gern benutztes und gern gehörtes Argument für Social Collaboration Lösungen, die zu erwartende deutliche Reduktion des E-Mail Aufkommens ist. Einige gehen sogar noch weiter und streben den kompletten Ausstieg aus der E-Mail Kommunikation in den nächsten drei Jahren an.

Der Tod der E-Mail steht also kurz bevor? Ich denke nein. Hier sind meine Gründe: Weiterlesen…

Ross Mayfield macht in seinem Blog Vorschläge, wie die tägliche E-Mail-Flut erheblich reduziert werden kann. Die Erkenntnis, dass Social Software das E-Mail Aufkommen in einem Unternehmen sinken lässt, ist an sich nichts Neues. Unsere täglichen Erfahrungen, die wir durch den Einsatz eines Enterprise Wikis sammeln, zeigen jeden Tag diesen Effekt. Durch die intensive Nutzung von Blogging und das direkte Kommentieren von Inhalten im Wiki, lassen sich viele E-Mails am Tag einsparen. Ein weiterer Vorteil ist die allgemeine Zugänglichkeit für alle Mitarbeiter und die Rückverfolgung von Diskussionen und Argumentationen. Voraussetzung dafür ist, dass sämtliche Kommunikation und Zusammenarbeit direkt im Wiki passiert. Solange Dokumente per E-Mail ausgetauscht werden oder auf einem File-Share liegen, wird dieser Effekt nicht zu stande kommen.

Zusammenfassend kann man sagen: Inhalte + Diskussion im Wiki oder Blog = weniger E-Mails.
Das spart eine Menge Zeit und Nerven.